Melanbogenbrücke: Gebauer fordert Neubau und Entlastung für die Bürger

15.10.2026

Die Einschränkungen an der Melanbogenbrücke über die Sieg verschärfen sich weiter. Wie Straßen.NRW auf Nachfrage der Landtagsabgeordneten Katharina Gebauer mitgeteilt hat, dürfen nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen die Brücke passieren. Damit ist auch der Busverkehr betroffen. Das Bauwerk wird nach Angaben des Landesbetriebs weiterhin regelmäßig überprüft, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Für die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer ist klar: Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Gleichzeitig müsse jetzt alles darangesetzt werden, den Neubau voranzubringen und die Folgen der Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten.

„Die Melanbogenbrücke ist eine wichtige Verbindung zwischen Troisdorf und Sankt Augustin. Die erneute Einschränkung trifft viele Menschen im Alltag – insbesondere Schülerinnen und Schüler, Berufspendler und ältere Menschen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Verkehrssicherheit steht selbstverständlich an erster Stelle. Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass die Menschen nicht länger als unbedingt notwendig mit diesen Einschränkungen leben müssen“, erklärt Gebauer.

Die 1928/29 errichtete Brücke ist bereits seit 2007 für Fahrzeuge über 14 Tonnen gesperrt. Für die Unternehmen in den angrenzenden Gewerbegebieten bedeutet das seit Jahren erhebliche Umwege. Mit der neuen Gewichtsbeschränkung verschärft sich die Situation nun auch für den öffentlichen Nahverkehr.

Gebauer setzt sich seit Jahren für den Ersatzneubau ein und steht dazu regelmäßig mit Straßen.NRW im Austausch. Die Planungen sind inzwischen weit fortgeschritten. Im November 2025 wurden die Bürgerinnen und Bürger bei einer Informationsveranstaltung über das Vorhaben informiert.

Die lange Planungsdauer begründet Straßen.NRW insbesondere mit den hohen umweltrechtlichen Anforderungen. Die Brücke liegt in einem Natur- und FFH-Schutzgebiet in der Siegaue. Zudem waren umfangreiche Anpassungen bei der Entwässerungsplanung erforderlich. Auch die denkmalrechtlichen Fragen sind nach Angaben des Landesbetriebs grundsätzlich geklärt: Sobald das erforderliche Baurecht vorliegt, kann aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Gemeinwohls eine Abrissgenehmigung erteilt werden.

Entscheidend ist aus Sicht von Gebauer nun, dass das Planfeststellungsverfahren zügig zum Abschluss gebracht wird und die nächsten Schritte für den Neubau verbindlich geplant werden können.

„Nach den vielen Jahren der Planung brauchen die Menschen endlich eine klare Perspektive. Ich erwarte, dass alle Beteiligten die noch offenen Schritte mit der notwendigen Priorität vorantreiben. Ziel muss sein, so schnell wie möglich Baurecht zu schaffen und anschließend ohne vermeidbare Verzögerungen mit dem Neubau zu beginnen“, betont Gebauer.

Dabei dürften auch die unmittelbaren Folgen der aktuellen Einschränkungen nicht aus dem Blick geraten. Gebauer fordert deshalb, dass die zuständigen Stellen gemeinsam mit den betroffenen Kommunen und Verkehrsunternehmen prüfen, wie insbesondere die Einschränkungen im Busverkehr möglichst gut aufgefangen werden können.

„Mir geht es um beides: Wir brauchen schnellstmöglich eine neue, leistungsfähige Brücke. Gleichzeitig müssen wir die Menschen im Blick behalten, die schon heute auf funktionierende Verkehrsverbindungen angewiesen sind. Ich werde mich deshalb auch weiterhin bei Straßen.NRW für einen zügigen Fortgang des Projekts und praktikable Lösungen während der Übergangszeit einsetzen. Die Menschen in Troisdorf und Sankt Augustin können erwarten, dass hier mit Nachdruck an einer Lösung gearbeitet wird“, so Gebauer abschließend.