Ein bedeutender Schritt für die medizinische Versorgung in der Region: Die GFO Kliniken in Troisdorf und Bonn erhalten eine Förderung aus dem Krankenhausstrukturfonds II von Bund und Land Nordrhein-Westfalen in Höhe von insgesamt rund 200 Millionen Euro. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel, rund 164 Millionen Euro, entfällt auf den Neubau des künftig zusammengelegten Klinikstandorts in Sieglar. Den Bescheid überreichte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann persönlich; die Troisdorfer Landtagsabgeordnete und Gesundheitspolitikerin Katharina Gebauer war bei der Übergabe zugegen.
„Mit diesem Förderbescheid können wir den Neubau für den zusammengelegten Klinikstandort in Sieglar realisieren und den Krankenhausplan in Troisdorf konkret umsetzen", betonte Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer. „Das stärkt die medizinische Infrastruktur vor Ort und sorgt dafür, dass die Menschen in unserer Region weiterhin eine hochwertige und verlässliche Versorgung erhalten."
Ziel des Krankenhausplans Nordrhein-Westfalen ist es, die Krankenhauslandschaft nachhaltig am tatsächlichen Versorgungsbedarf der Menschen auszurichten, die Qualität der stationären Versorgung zu verbessern und eine verlässliche Grund- und Notfallversorgung sicherzustellen. Grundlage ist eine neue Planungssystematik, die sich nicht mehr an der Bettenzahl, sondern an konkreten Leistungsgruppen sowie klaren Qualitäts- und Erreichbarkeitsvorgaben orientiert. Bestimmte Behandlungen dürfen Krankenhäuser künftig nur noch anbieten, wenn sie die erforderliche Erfahrung, Ausstattung und Fachkompetenz nachweisen können. Das schafft mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten.
Die Zusammenlegung der beiden bisherigen Standorte, des St. Josef Hospital in Sieglar und des St. Johannes Krankenhaus in Troisdorf-Stadt, am Standort Sieglar folgt genau diesem Leitgedanken. Durch die Bündelung medizinischer Leistungen, fachlicher Kompetenz und technischer Infrastruktur entsteht ein Haus mit breitem Leistungsspektrum und hoher Behandlungsqualität. Für die Menschen in Troisdorf bedeutet das besser abgestimmte Behandlungsabläufe, spezialisierte Angebote vor Ort und eine verlässliche Versorgung, weil Kompetenzen und Ressourcen künftig an einem modernen Standort zusammenfließen.
„Die Entscheidung zur Zusammenlegung der beiden Standorte zu einem modernen Vollversorger war ein wichtiger Schritt für die Gesundheitsversorgung in unserer Region", so Katharina Gebauer. „Ich habe mich auf Landesebene intensiv dafür eingesetzt, dass die GFO Kliniken in Troisdorf optimale Rahmenbedingungen für diese Weiterentwicklung erhalten. Die Förderung aus dem Krankenhausstrukturfonds II ist ein starkes Signal und schafft die Grundlage dafür, dass die Menschen vor Ort auch künftig auf eine qualitativ hochwertige und verlässliche medizinische Versorgung zählen können."
Die weiteren Planungsschritte für den Standort Sieglar sind bereits weitgehend konkretisiert. Vorgesehen sind zwei Neubauten mit Höhen zwischen zwei und sieben Geschossen sowie die Erweiterung des bestehenden Haupthauses. Die technische Infrastruktur wird in einem separaten Gebäude an der Wilhelm-Busch-Straße gebündelt. Hinzu kommen zwei Parkflächen mit insgesamt rund 320 Stellplätzen für Beschäftigte, Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher.
Die Gesamtkosten werden auf rund 190 Millionen Euro geschätzt. Neben der Förderung bringt der Klinikverbund einen Eigenanteil von mindestens zehn Prozent ein, der bereits aus der jährlichen Baupauschale des Landes angespart wurde.
Der Baubeginn ist spätestens für Anfang 2027 geplant, die Bauzeit beträgt voraussichtlich etwa fünf Jahre. Das St. Josef Hospital bleibt während der gesamten Bauphase in Betrieb, einzelne Bereiche könnten schrittweise bereits am neuen Standort anlaufen. Über die künftige Nutzung des heutigen Geländes an der Hospitalstraße ist noch nicht abschließend entschieden.

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