Freiwilligendienste sind weit mehr als nur ein Jahr zwischen Schule und Beruf. Sie eröffnen jungen Menschen Erfahrungen, die sie ein Leben lang begleiten. Wer ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert, übernimmt Verantwortung, sammelt wertvolle Praxiserfahrungen und stärkt soziale Kompetenzen. In Begegnungen mit Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen wächst Empathie, zugleich gewinnen viele Orientierung für ihren weiteren Lebensweg.
Gerade in einer Phase, in der junge Menschen vor wichtigen Entscheidungen stehen, kann ein Freiwilligendienst ein entscheidender Gewinn sein. Er bietet die Möglichkeit, eigene Stärken zu entdecken, neue Interessen zu entwickeln und Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen. Zudem entstehen Netzwerke und Kontakte zu Einsatzstellen oder Trägern, die den späteren beruflichen Weg erleichtern können. Engagement wirkt dabei in zwei Richtungen: Es stärkt die Gesellschaft – und die Persönlichkeit derjenigen, die sich einsetzen.
Als CDU-Fraktion haben wir deshalb einen Antrag in den Landtag eingebracht, der in dieser Woche im Plenum beschlossen wurde. Ziel ist es, das Engagement von Freiwilligendienstleistenden stärker anzuerkennen und ihnen im Alltag konkrete Vorteile zu verschaffen. Der Beschluss sendet ein klares Signal: Wer sich freiwillig für andere engagiert, verdient Respekt, Wertschätzung und politische Unterstützung.
Ein zentraler Baustein des Antrags ist die frühzeitige und gezielte Information über Freiwilligendienste. Bereits in der Schule sollen junge Menschen die Chancen, Inhalte und Erfahrungen eines Freiwilligendienstes kennenlernen, um eine bewusste und gut informierte Entscheidung treffen zu können.
Darüber hinaus soll die Bekanntheit des sogenannten Freiwilligenausweises deutlich gesteigert werden. Er ermöglicht Vergünstigungen, die Schülerinnen, Schülern oder Studierenden häufig selbstverständlich offenstehen. Durch eine bessere Nutzung profitieren Freiwilligendienstleistende im Alltag ganz konkret. Auch bei Bibliotheken, Museen und kulturellen Angeboten sollen sie vergleichbare Zugangs- und Nutzungsrechte erhalten. So wird ihr Engagement nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch anerkannt.
Ein weiterer Punkt ist die Prüfung, wie die Mobilität von Freiwilligendienstleistenden besser unterstützt werden kann. Gute Mobilitätsangebote sind entscheidend, um Einsatzstellen zu erreichen und Angebote wahrnehmen zu können. Verbesserungen in diesem Bereich erhöhen die Attraktivität der Freiwilligendienste insgesamt.
Mit dem nun beschlossenen Antrag setzt der Landtag ein deutliches Zeichen: Freiwilligendienste stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt – und vor allem die jungen Menschen, die Verantwortung übernehmen. Sie verdienen Anerkennung, Unterstützung und echte Wertschätzung.

Empfehlen Sie uns!