Frühkindliche Bildung legt den Grundstein für die persönliche und soziale Entwicklung von Kindern. In den ersten Lebensjahren werden wichtige Fähigkeiten gefördert, die Kinder ein Leben lang begleiten. Eine gute Betreuung stärkt Sicherheit, Orientierung und Vertrauen für die Kinder selbst, aber auch für ihre Eltern. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Kitas qualitativ hochwertig arbeiten und Familien im Alltag spürbar entlasten. Frühkindliche Bildung ermöglicht es den Kindern, soziale Fähigkeiten zu entwickeln, Neugier zu entfalten und erste Erfahrungen im gemeinsamen Lernen zu sammeln.
In Nordrhein-Westfalen hat sich die frühkindliche Bildung in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Die Zahl der Betreuungsplätze ist um rund 30 Prozent gestiegen, und es stehen nahezu doppelt so viele qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung. Mit der Reform des Kinderbildungsgesetzes wird diese Entwicklung fortgesetzt und das System auf eine stabile, nachhaltige Grundlage gestellt. Ziel ist es, Kitas die Möglichkeit zu geben, flexibel und ohne Qualitätseinbußen auf die Bedürfnisse von Kindern und Familien einzugehen. Damit wird nicht nur die Betreuung zuverlässiger, sondern auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt.
Ein zentraler Baustein ist das neue Kern- und Randzeitenmodell. In den Kernzeiten steht die pädagogische Betreuung im Fokus, während die Randzeiten so gestaltet werden, dass die Einrichtungen den Personaleinsatz flexibel an den Tagesablauf anpassen können. Gleichzeitig finanzieren wir weiterhin 9 Stunden Kernbildungszeit. Pädagogisch qualifiziertes Personal, wie Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, sind dabei fest eingebunden. So können Schließzeiten reduziert und die Betreuung zuverlässig gestaltet werden. Für Kinder und ihre Familien bedeutet das mehr Planbarkeit und Sicherheit im Alltag, zugleich werden die individuellen Bedürfnisse der Kinder besser berücksichtigt.
Die Ausbildung und Fachkräfteentwicklung werden durch die Reform zusätzlich gestärkt. Mit jährlich rund 50 Millionen Euro werden mehr Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet, die praxisintegrierte Ausbildungen zum Kinderpfleger gefördert und das Kita-Helfer-Programm dauerhaft verankert. Damit wird die Qualität der Betreuung langfristig gesichert, und die Vielfalt der Träger bleibt erhalten. Parallel werden Fortbildungsangebote erweitert, um Fachkräfte weiter zu qualifizieren und ihre Entwicklungsmöglichkeiten langfristig zu sichern.
Gleichzeitig sorgt die KiBiz-Reform für eine solide Finanzierung und bessere Planungssicherheit. In diesem Jahr stehen 6,2 Milliarden Euro für das KiBiz zur Verfügung. Darüber hinaus stellt das Land 1,5 Milliarden Euro für Investitionen bereit. Übergangszahlungen und ein Ausgleich für steigende Personalkosten schaffen eine verlässliche Grundlage für Träger, Kommunen und Familien. Die Reform ist das Ergebnis eines engen Dialogs mit Verbänden, Trägern und Kommunen, deren Anregungen aufgenommen wurden.
Mit der KiBiz-Reform setzt die Landesregierung ein deutliches Signal. Kinder erhalten eine qualitativ hochwertige Betreuung, Eltern werden im Alltag entlastet, und Fachkräfte können unter stabilen, verlässlichen Bedingungen arbeiten. Die Reform verbindet Qualität, Flexibilität und Sicherheit für Kinder, Familien und alle, die tagtäglich Verantwortung in unseren Kitas übernehmen. Sie stärkt die Kinder, unterstützt die Familien und gibt den Kitas die Mittel und Freiräume, die sie brauchen, um ihre wichtige Arbeit bestmöglich zu leisten.

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